Die Geschichte, die den Leser bis die 60. des 20. Jahrhunderts führen wird, beginnt in einer kalten Nacht im Herbst des Jahres 1581.
Im Wald in der Nähe von Trondheim sind zwei junge Frauen unterwegs, die so unterschiedlich sind, dass unterschiedlicher nicht geht.
Silje Arngrimsdatter, die knapp siebzehnjährige Tochter eines Schmiedes, hat ihre ganze Familie verloren. Nur sie ist der Pest nicht zum Opfer gefallen, muss aber das Haus, wo sie wohnte, verlassen – der neue Schmied braucht es.
Hungrig, einsam und halb erfroren, versucht sie etwas zum essen und ein bisschen Wärme zu finden. Leider, die einzige Quelle der Wärme ist das Feuer, in dem man die Opfer der Pest verbrennt…
Die andere Frau, Charlotte von Meiden, ist eine feine Dame, eine Baronesse, die gerade versucht, die Folgen einer unbedachten Liebesnacht zu vertuschen. Schweren Herzens setzt sie ihr neugeborenes Kind im Wald aus und so schnell wie möglich nach Hause zurückkehrt.
In dieser eisklaten Nacht werden die ersten, wichtigsten Fäden der Eisvolksgeschichte gewebt. Silje trifft ein verweistes, zweijähriges Mädchen, das bei der Leiche der Mutter weint. Trotz des eigenen Elends, entscheidet Silje, das Mädchen mitzunehmen. Kurz danach findet sie im Wald Charlotte von Meidens Baby. In derselben Nacht rettet Silje auch einem fremden Mann das Leben - im wirklichsten Sinne des Wortes. Dieser bringt sie zum Dank zu dem Kirchenmaler Benedikt, der sie in seine Familie aufnimmt.
Silje ahnt nicht, dass der Fremde, dem sie geholfen hat, zum geheimnisvollen, zauberkräftigen Eisvolk gehört, das in den Bergen lebt und über das in ihrer Kindheit sie zahlreiche Legenden gehört hat.

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